Konfigurationsmanagement

Aus Software-Engineering

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Das Konfigurationsmanagement ist eine wichtige Aufgabe in einem Softwareprojekt. Häufig wird Konfigurationsmanagement mit Versionsverwaltung also einem System wie CVS oder SVN verwechselt. Tatsächlich ist ein Versionsverwaltungssystem ein sinnvolles und wichtiges Werkzeug aber das Konfigurationsmanagement geht weiter darüber hinaus.


Was ist eine Konfiguration

In einem Versionsverwaltungssystem liegen immer verschiedene Versionen eines Software-Artefakts vor. Eine Konfiguration wird gebildet durch eine Menge von Softwareartefakten. Wobei i.A. nur eine Version eines Software-Artefakts Teil einer Konfiguration ist. Alle Artefakte, die zu einem Release gehören sind z.B. eine Konfiguration.


Modell des Konfigurationsmanagement

Im folgenden will ich ein kurzes Modell skizzieren, dass ich weitestgehend aus der Vorlesung Software Engineering für Softwaretechniker bei Jochen Ludewig übernommen habe. Dieses Modell ist so oder so ähnlich auch im Buch von Jochen Ludewig und Horst Lichter (siehe Bücher) zu finden.

Es gibt wie in folgender Abbildung zu sehen 4 Umgebungen im Konfigurationsmanagement.

Bild:Modell_konfigmanagement.png

Die Referenzumgebung ist zweigeteilt und besteht aus einem linken Teil für ungeprüfte Artefakte und einem rechten Teil für Artefakte die alle vorgeschriebenen Prüfungen bestanden haben.

In der Entwicklungsumgebung entwickelt der Entwickler die einzelnen Artefakte.

Nach der Entwicklung kommt ein Artefakte in den linken Teil der Referenzumgebung. Alle Artefakte der Referenzumgebung sind dem Konfigurationsmanagement unterstellt und dürfen nicht verändert werden. Dies wird oft als Freeze bezeichnet. Nachdem beim Prüfen keine Fehler aufgetreten sind wird das Artefakt aus dem linken Teil der Referenzumgebung in den rechten Teil der Referenzumgebung überführt. Sind Fehler bei der Prüfung zu Tage getreten wird das Artefakt mit einer entsprechenden Mängelbeschreibung liefert die Testumgebung einen Bericht an die Referenzumgebung. Die Referenzumgebung gibt diesen Bericht und das entsprechende Artefakt an die Entwicklungsumgebung zurück.

Befindet sich im rechten Teil der Referenzumgebung ein releasefähiges System kann eine entsprechende Konfiguration in die Releaseumgebung überführt werden. In der Praxis bedeutet das, dass ein Release geschnürt und an den Kunden ausgeliefert werden kann.

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